Geschichte

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Chronik zum 75-jährigen Jubiläum des Ski-Verein Schauinsland e.V.

Die Vereinsarbeit im Zeitticker

75 Jahre pulsierendes skisportliches Vereinsleben bedeuten in einem so kleinen Gemeinwesen, wie es Hofsgrund nun einmal verkörpert, sehr viel, auch wenn man so nahe am Schnee wohnt und an einem der schönsten Schwarzwaldberge zu Hau-se ist.

Die Skier waren für die hiesige Bevölkerung seit ihrer „Einführung“ sicher eine we-sentliche Lebenshilfe. Dass man sie auch zur sportlichen Betätigung nutzte, war nur eine Frage der Zeit. Denn schon 1897 fand auf der Halde das erste „Schneeschuh-fest“ statt, das vielleicht die Wiege war für viele skisportliche Veranstaltungen der nächsten hundert Jahre im Schauinslandgebiet.
Diese neue Sportart entwickelte sich der Zeit gemäß stetig und erfreute sich in der Bevölkerung immer größerer Beliebtheit. So konnte es nicht ausbleiben, dass sich mit der Zeit einige Hofsgrunder zusammenfanden, um einen eigenen Skiclub zu gründen.

Auf die sportlichen Erfolge der Vereinsmitglieder wird an anderer Stelle eingegangen.

 

1. Die Vorkriegszeit als Skiläufervereinigung Schauinsland – Die Pionierzeit

1927 Im Gründungs- und späteren Vereinslokal, dem Gasthof Halde, wurde die Ski-läufervereinigung Schauinsland aus der Taufe gehoben. Die Mitgliederzahl betrug 27.
Der 1. Vorsitzende, Alfred Wiltraud, ein Steiger aus dem hiesigen Bergwerk, führte den Verein über die ersten Jahre, bis er berufsbedingt seinen Wohnsitz wechseln musste. Der Haldenwirt, Adolf Wissler sen., als 2. Vorsitzender, musste vorüberge-hend die Vereinsgeschäfte führen, da kein 1. Vorsitzender gefunden wurde.
1930 Bei der Hauptversammlung konnte mit Adolf Bühler, dem Stohremer Lehrer, ein neuer 1. Vorsitzender gefunden werden. Mit diesem Namen verbunden ist der Bau einer „Sprunghügelanlage“ an der Leimgrube im Gegendrum; da diese Anlage jedoch zu stark windanfällig war, wurde sie kaum genutzt und innerhalb von nur vier Jahren wieder abgebaut.
In diese Zeit fiel auch die Eröffnung der Schwebebahn, welche den Großraum Frei-burg für den Wintersport am Hausberg zugänglich machte.
1931 Ein denkwürdiger Abfahrtslauf, ohne Ausflaggung der Strecke vom Gipfel des Schauinsland zum Steinwasen, bescherte dem jungen Verein eine erneute Krise: Große Unstimmigkeiten unter den Teilnehmern führte bei der nächsten Hauptver-sammlung nicht nur zur Vertrauensfrage des 1. Vorsitzenden Adolf Bühler, sondern stellte den Weiterbestand des Vereins insgesamt in Frage. Ein eindeutiges Abstim-mungsergebnis bestätigte den bisherigen 1. Vorsitzenden.
1933 Als neuer Vereinsvorstand konnte der bisherige Schriftführer Ludwig Wiessler gewonnen werden.
1934 fand auf der Halde das erste Kinderskifest des Vereins statt, was sich in den Folgejahren immer größerer Beliebtheit erfreute und somit zu einer traditionellen Veranstaltung im Veranstaltungsprogramm heranwuchs.
1935 stellte der 1. Vorsitzende Ludwig Wiessler sein Amt zur Verfügung, da ihm Unregelmäßigkeiten im Kassenwesen vorgeworfen wurden. Alfred Gremmelspacher als Stellvertreter führte den Verein kommissarisch bis zu einer außerordentlichen Hauptversammlung, welche den bisher schwärzesten Tag der Vereinsgeschichte mit sich brachte: Die Auflösung des Vereins wurde beschlossen, dessen Schicksal schien besiegelt.
Die damaligen Behörden verlangten jedoch diktatorisch die Fortführung der Skiläu-fervereinigung Schauinsland und setzten August Wießler sen. kommissarisch ein. Die in Kürze anberaumte Mitgliederversammlung leitete der damalige Gausportwart selbst. Ludwig Wiessler wurde unter dieser Regie zusammen mit einer neuen Vor-standschaft einstimmig wiedergewählt.
Ein Farbtupfer der neuen Vereinsführung war Pfarrer Carl Lehrmann als Schriftfüh-rer. Seine Aufgeschlossenheit für den Sport und das kulturelle Vereinsleben war zu jener Zeit außergewöhnlich.
1936 Eines der tragischsten Ereignisse jener Jahre, das Schneesturmunglück einer englischen Schülergruppe, war Anlass für einen internen Beschluss, nachdem der Verein sich verpflichtete, vor Ort des Geschehens eine Gedenkschrift auf seine Kos-ten anbringen zu lassen. Viele Skikameraden waren bei der Rettungsaktion direkt beteiligt und wurden von den damaligen Behörden auch entsprechend geehrt.
Die Belastungen der sportlichen Aktivitäten wurden für den Verein immer größer. In der Hauptversammlung wurde beschlossen, eine Spendenkasse mit Spendenlisten einzurichten, um die Aufwendungen weiterhin bestreiten zu können: „Sponsoring“ von dazumal!
1937 erstellte man eine Festschrift anlässlich des 10-jährigen Bestehens der SVS. Neue Vereinsalben und komplettierte Mitgliederlisten vervollständigten die Protokol-lierung des Vereinsgeschehens. Diese Dokumentationen sind verbunden mit dem Namen des damaligen Hofsgrunder Lehrers Paul Bosch, der bis 1942 als 2. Vorsit-zender, Schriftführer und Sportwart in Personalunion amtierte. Die Einberufung zur Wehrmacht beendete sein Wirken im Verein jäh; er kehrte nicht mehr aus dem Krieg zurück. Die Mitgliederzahl betrug 167.
1939 Die vermehrte Einberufung männlicher Mitglieder zum Militärdienst nahm der 1. Vorsitzende Ludwig Wiessler zum Anlass, die verbliebenen Mitglieder zu verstärk-ter Mitarbeit aufzurufen. Die Mitgliederzahl wuchs auf stolze 202.
In den darauf folgenden Kriegsjahren durchlief der Verein eine schwere Zeit. Viele junge Männer, die zum Kriegsdienst einberufen waren, fielen dem unseligen zweiten Weltkrieg zum Opfer. In Hofsgrund wurde die Gesellschaft um nahezu eine ganze männliche Generation beraubt.
1942 Umständehalber übernahm Adolf Wissler sen. den 1. Vorsitz. Die reduzierten Winterprogramme wurden bis 1944 trotzdem durchgeführt.
Die darauf folgenden Jahre des Verfalls und das wirtschaftliche Chaos traf die Bevöl-kerung sehr schwer. Die verbliebenen körperlichen Reserven der Bergbevölkerung mussten für den Kampf um das tägliche Brot eingesetzt werden. Ein sich Messen im friedlichen Wettkampf kam verständlicherweise niemandem in den Sinn. So kam das kulturelle wie das sportliche Leben des Vereins für mehrere Jahre zum Stillstand.
2. Die Neugründung des Ski-Verein Schauinsland – Aufbruch und Orientierung zu den Nordischen Disziplinen

Viele Vereine wurden in jener Zeit durch die französischen Besatzer verboten oder aufgelöst. Durch diese angespannte Lage ruhte der Vereinsbetrieb bis 1948.
1948 13 Mitglieder der Skiläufervereinigung fanden sich zusammen, den Ski-Verein Schauinsland neu zu gründen, um so den damaligen Vorschriften der Besatzungs-macht zu entsprechen: Keine Vereinigung durfte ihren bisherigen Vereinsnamen bei-behalten. Als neuer 1. Vorsitzender fungierte Eugen Schweizer. Als Kassenwart nahm Leo Rees seine Arbeit auf, die ihn lange 22 Jahre begleiten sollte.
Das erste Kinderskifest nach dem Krieg wurde von der Skijugend im Ort dankbar an-genommen. Die Vorstandschaft beschloss, fortan die Mitglieder jedes Jahr über ein Rundschreiben zu informieren.
1949 übernahm noch einmal Ludwig Wiessler den 1. Vorsitz des Vereins. Unter sei-ner Regie wurde der „Alt-Damen und Herren-Abfahrtslauf“ ins Leben gerufen.
1951 Ein erneuter Vorstandswechsel stand auf der Tagesordnung: Eugen Schwei-zer übernahm nun doch für längere Zeit das Ruder und läutete somit eine erfolgver-sprechende Ära für den jungen Verein ein. Der spätere Haldenwirt, Adolf Wissler jun. wurde sein Stellvertreter. Dieses Amt bekleidete er bis ins Jahr 1968. Die Mitglieder-zahl war erfreulicherweise schon wieder bei 100.
1952 Mit einer hervorragenden sportlichen Besetzung des Teilnehmerfeldes wurde die neue Haldenköpfleschanze eingeweiht. Sämtliche Elitespringer aus dem gesamt-deutschen Raum waren am Start.
Zusammen mit dem Ski-Club Freiburg wurden die Schwarzwaldmeisterschaften über 35 km ausgerichtet.
Der Haldenwirt Adolf Wissler sen. wurde in Würdigung seiner Verdienste um den Skisport mit der Goldenen Ehrennadel des Skiverbandes Schwarzwald geehrt.
1953 Die Lautsprecheranlage der Haldenköpfleschanze wurde erneuert. Das Ver-einsmitglied Georg Lauer stiftete für das 1. Wanderpreisspringen einen Pokal, um den sich über 40 Teilnehmer bewarben.
1954 Durch den Wechsel des Skibezirks erfuhr der Ski-Verein eine deutliche Ver-besserung seiner sportlichen Aktivitäten. Die großen Entfernungen im Bezirk IV Hochschwarzwald wurden mit den günstigeren Verkehrsverbindungen des Bezirks V Wiesental-Schauinsland eingetauscht. Eugen Schweizer wurde in den erweiterten Vorstand des Skiverbandes Schwarzwald gewählt.
1956 wurde der Ski-Verein mit der Ausrichtung der Nordischen Schwarzwaldstaf-felmeisterschaften betraut, deren Organisation durch Temperaturen von über minus 20 Grad sehr erschwert wurde.
1957 wurde der 1. Vorsitzende Eugen Schweizer mit der Silbernen Ehrennadel des Skiverbandes Schwarzwald ausgezeichnet.
1958 Die Schwarzwaldmeisterschaften im 30-km-Langlauf und die Nordischen Be-zirksmeisterschaften wurden ausgerichtet. Diese beiden Veranstaltungen wurden in den Folgejahren noch mehrmals vom Ski-Verein ausgetragen.
Als erstem Mitglied unseres Vereins wurde Adolf Wissler sen. die Ehrenmitglied-schaft des Ski-Vereins Schauinsland verliehen.
1959 Der langjährige Schriftführer Werner Nock erhielt das Bronzene Ehrenabzei-chen des Skiverbandes Schwarzwald. Der scheidende Hofsgrunder Lehrer bekleide-te dieses Amt 10 Jahre.
1961 Professor Fritz Kaiser, Mitglied seit 1927 und Urheber des Vereinsabzeichens, wurde die Ehrenmitgliedschaft des Ski-Vereins Schauinland verliehen.
Der Verein zählte 166 Mitglieder. Dieser starke Zuwachs war ein besonderer Ver-dienst des damaligen Werbewarts Reinhold Gutmann.
1963 Das zusammengebrochene Anlaufgerüst der Haldenköpfleschanze wurde durch die Aufschüttung eines Erdhügels ersetzt.
Die neuen Skilifte am Haldenköpfle und in Hofsgrund erfreuten sich großer Beliebt-heit. Der Verein erhoffte sich dadurch bessere Trainingsmöglichkeiten für die Akti-ven.
1964 wurden kurzfristig die bezirksoffenen Spezial- und Kombinationsspringen aus-gerichtet, da ihre Durchführung andernorts mangels Schnee nicht möglich war.
Für die Bemühungen um den Jugendskilauf wurde dem Verein vom Skiverband Schwarzwald ein Ehrenbrief überreicht.
1965 stellte nach 15jähriger Vorstandstätigkeit Eugen Schweizer den 1. Vorsitz zur Verfügung. Der langjährige Aktive Helmut Flamm wurde zu seinem Nachfolger ge-wählt.
Für die Gesamtheit der Hofsgrunder Schüler wurden die dreiteiligen Schülermeister-schaften eingeführt. Diese sollten bis 1970 fester Bestandteil des Winterprogramms sein.
1966 Bei der Jahreshauptversammlung wurde der ehemalige 1. Vorsitzende Eugen Schweizer zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Für besondere Verdienste um den SV Schauinsland wurden Adolf Wissler jun. und der langjährige Kassierer Leo Rees mit der Bronzenen Ehrennadel des Skiverbandes Schwarzwald ausgezeichnet.
1967 fand die Jahreshauptversammlung ausnahmsweise im Gasthaus zum Hof statt.
Der erstmals ausgerichtete Tourenlauf Schauinsland-Feldberg vermeldete 300 Teil-nehmer aus den Landesverbänden Schwarzwald, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. Er sollte die Eröffnung einer touristischen Veranstaltungsserie werden, die als Internationaler Volksskilauf auf dem Schauinland lange Jahre Bestand haben sollte.
1968 Der 1. Vorsitzende Helmut Flamm kritisierte die grassierende Vereinsmüdig-keit. Die geringe Beteiligung an der Jahreshauptversammlung schien ihm Recht zu geben. Um dem Verein eine abrupte Krise zu ersparen ließ er sich wiederum zum 1. Vorsitzenden wählen.
Die umfangreichen Winterprogramme dieser Jahre konnten nur mit einem erhebli-chen Aufwand an Zeit und Geld durchgeführt werden. Viele Spenden, besonders von
auswärtigen Mitgliedern waren notwendig, Veranstaltungen durchzuführen und den Rennbetrieb aufrecht zu erhalten.
Der Volksskilauf hatte eine Rekord-Teilnehmerzahl: 800 Langläufer konnten auf dem Schauinsland begrüßt werden.
3. Übergangszeit und Generationenwechsel – Alpin und Nordisch werden gleichwertig

1970 Bei der Jahreshauptversammlung am 20.11. konnte keine neue Vorstand-schaft gefunden werden. Große Unstimmigkeiten zwischen Jung und Alt traten zu Tage. Eine abermalige Zusammenkunft am 28.11. ergab ebenfalls kein positives Re-sultat. Eine dritte Versammlung am 12.12. im Gasthaus zum Hof brachte den langer-sehnten Durchbruch: Eine vollkommen neue und total verjüngte Vorstandschaft unter der Regie von Hans Schmied ließ sich kommissarisch für ein Jahr in die Pflicht neh-men. Hans Schmied kannte den Verein aus 10-jähriger Schriftführer-Tätigkeit von Grund auf.
Die Kassengeschäfte der Ära Leo Rees wurden in die Hände des Franz Sonner ge-legt. Der neue Kassenwart sollte mit 25 Amtsjahren seinen Vorgänger noch übertref-fen.
1971 Durch reguläre Neuwahlen wurde diese Vorstandschaft am 20.10. durch die Mitgliederversammlung bestätigt.
Die Mitgliederzahl hatte sich innerhalb eines Jahres um 84 auf 216 erhöht.
Die Gemeinde gewährte den Mitgliedern eine 20 prozentige Ermäßigung an den Ski-liftanlagen.
Das Gasthaus zum Hof wurde mit Zustimmung des Hofwirts Eugen Sonner zum neuen Vereinslokal.
Die Vorstandschaft wurde ab diesem Jahr für die Dauer von zwei Jahre gewählt. Der Nordische Sportwart Kurt Lorenz begann seine 7-jährige Amtszeit.
1972 Um den Mitgliedern die kulturellen und sportlichen Ereignisse des Vereinsjah-res besser nahe zu bringen, wurde jährlich eine Vereinszeitschrift herausgegeben, die das Rundschreiben ablöste.
Auf der Hauptversammlung am 11.12. wurde eine neue Satzung verabschiedet. Eine der Satzungsänderungen besagte, dass dem Verein vereinsfremde Sportarten als Abteilungen angegliedert werden konnten.
Die daraus entstandene Fußballabteilung war maßgeblich am Anwachsen der Mit-gliederzahl auf 296 beteiligt. Die neue Abteilung betätigte sich fortan im Namen des Ski-Vereins in ihrem vetrauten Metier auf sportlich-freundschaftlicher Basis. Auch als Veranstalter von Pokalturnieren und kulturellen Veranstaltungen machte man sich verdient.
Die Ausrichtung der Nordischen Bezirksmeisterschaften und des Internationalen Volksskilaufs auf dem Schauinsland waren die herausragenden Ereignisse der Win-tersaison.
1973 Der von Peter Siebler gestiftete Raubschloß-Wanderpokal wurde erstmalig ausgefahren. Diese Veranstaltung konnte nur noch 1984, 1986 und 1998 verhältnis-bedingt durchgeführt werden.
Die Alpinen Schülermeisterschaften wurden wieder eingeführt, um so den Zusam-menhalt und die Zugehörigkeit der Kinder, die jetzt im Dreisamtal zur Schule gingen, im Ski-Verein zu festigen.
Das erste Original Bergfest in Zusammenarbeit mit der jungen Fußballabteilung brachte einen großen finanziellen Erfolg. Dieses Sommerfest sollte das finanzielle Rückgrat des Vereins werden und wird seitdem ohne Unterbrechung, Jahr um Jahr bis hin zur Gegenwart veranstaltet.
Der 1. Schülerwandertag wurde mit Beteiligung von 51 großen und kleinen Wande-rern sehr gut angenommen. Diese Veranstaltung wurde bis1976 fest im Sommerpro-gramm verankert.
1974 Eine besondere Attraktion bildete der neu ins Leben gerufene Vereinsfackel-lauf in der Weihnachtszeit. Bis zu 30 Teilnehmer fast aller Altersschichten beteiligten sich an dieser gespenstisch anmutenden Spielerei im Dunkel der Nacht.
Die Mitgliederentwicklung hatte inzwischen mit 328 eine magische Grenze über-schritten. In dieser Zahl enthalten waren die beitragsfrei geführten einheimischen Schüler.
Der Internationale Volksskilauf auf dem Schauinsland, der seit mehreren Jahren zu-sammen mit der Skiabteilung des SV Kirchzarten ausgetragen wurde, erreichte mit über 1000 Teilnehmern seinen größten Erfolg.
Nach mehrjähriger Pause wurden wieder Nordische Vereinsmeisterschaften durch-geführt. Diese gehören seither zum traditionellen Winterprogramm.
1975 Bei der Jahreshauptversammlung sprach der 1. Vorsitzende Hans Schmied die zunehmende Vereinsmüdigkeit weiter Teile der Mitglieder an; sein „Rufen“ ver-hallte ungehört.
Am 21.12. wurden die Nordischen Bezirksmeisterschaften am Notschrei durchge-führt.
Die Vorstandschaft beschloss die Anschaffung einer vereinseigenen Schreibmaschi-ne.
1976 Nach dem unwiderruflichen Verzicht des bewährten 1. Vorsitzenden Hans Schmied und drei weiterer Vorstandsmitglieder auf ein Amt in der Vorstandschaft geriet der Verein erneut ins trudeln. Nach mehreren geheimen und offenen Wahl-gängen konnte keine neue Vorstandschaft gebildet werden.
Satzungsgemäß übernahm der gewählte Ältestenrat mit der verbliebenen Rumpf-mannschaft der bisherigen Vorstandschaft kommissarisch die Vereinsführung. Den 1. Vorsitz teilten sich die beiden Ältestenräte Eugen Schweizer und Hermann Scher-zinger, als 2. Vorsitzender fungierte der bisherige Tourenwart Karl-Heinz Kölble.
In dieser turbulenten Zeit übernahm Elisabeth Schweizer die Schriftführer-Tätigkeit von Adelheid Flamm. Sie sollte dem Verein ganze 10 Jahre zur Verfügung stehen.
1977 Unter der kommissarischen Vorstandschaft wurden die Jubiläumsfeierlichkei-ten zum 50-jährigen Bestehen des Ski-Verein Schauinsland vorbereitet. Die Gestal-tung der gelungenen Festschrift und deren Finanzierung bildeten den Schwerpunkt auf dem Weg dorthin.
Das 50-jährige Vereinsjubiläum wurde vom 5. – 8. August im Rahmen des alljährli-chen „Original Hofsgrunder Bergfest“ gefeiert. Die Feierlichkeiten waren geprägt vom Interesse und dem Wohlwollen der Gäste um den geordneten Fortbestand des Ski-Vereins.
Der Generationenwechsel wurde endgültig vollzogen: Bei der Jahreshauptversamm-lung am 6.11. wurde Eugen Sonner, mit großer Mehrheit zum 1. Vorsitzenden ge-wählt. Diese Wahl wurde getrübt durch seinen Vorbehalt gegenüber der bestehen-den Fußballabteilung.
1978 Der erste Vereins-Nachtsprint wurde mit 11 Herren- und 4 Damenmannschaf-ten zum Ende der Wintersaison auf der Nachtloipe ausgetragen. Dieser neue Aus-tragungsort sollte für lange Zeit die nordischen vereinsinternen Veranstaltungen be-heimaten.
Am 19.3. entschied eine außerordentliche Mitgliederversammlung die prinzipielle Auseinandersetzung um die Abteilung Fußball mit deren Auflösung. Als Ersatz schuf man das Amt des Fußballreferenten innerhalb der Vorstandschaft. Dieser Beschluss reduzierte die Mitgliederzahl derart, dass erst 12 Jahre später das bestehende Ni-veau wieder erreicht werden konnte.
Der Herbstausdauerlauf Haldenköpfle – Feldberg wurde am 14.10 zum ersten Mal ausgetragen. Dieser Berglauf hatte 10 Jahre Bestand im Veranstaltungskalender.
1979 Erstmals seit 1967 fiel der traditionelle Internationale Volksskilauf buchstäblich ins Wasser und konnte somit nicht durchgeführt werden.
Für das ausgefallene Kinderskifest wurde ein Sommerfest durchgeführt.
Am 22.12. wurden auf letzten Schneeresten die Nordischen Bezirksmeisterschaften auf der Nachtloipe ausgetragen.
1980 Der Modus der alpinen Vereinsmeisterschaften wurde dahingehend verändert, dass die Vereinsmeister in zwei unabhängig voneinander ausgetragenen Wettbe-werben ermittelt wurden. Diese Variante sollte wegen fehlender festgeschriebener Modalitäten des Öfteren zu internen Auseinandersetzungen führen.
1981 Als Momentaufnahme soll hier einmal das gesamte interne Jahresprogramm der Saison 1980/81 aufgelistet werden:
Nordische Vereinsmeisterschaften auf der Nachtloipe
Fackellauf an Poche oder Rosshang
Internationaler Volksskilauf in Zusammenarbeit mit der Skiabteilung des SV Kirchzar-ten
Alpine Vereinsmeisterschaften im Gegendrum oder Roßhang
Alt-Damen-und Herrenabfahrtslauf in Gassensepplis Matte
Nachtsprint auf der Nachtloipe
Alpine Schülermeisterschaften
Kinderskifest für die kleinsten Vereinsmitglieder
“Original Bergfest“ in Hofsgrund
Herbstausdauerlauf Haldenköpfle – Feldberg
1982 13 Jahre als Schriftführerin schienen Waltraud Gutmann genug zu sein – sie suchte sich Hanni Tritsch als Nachfolgerin selbst aus: ein Volltreffer. Als „Mädchen für alles“ gehört Hanni Tritsch bis zur Gegenwart der Vorstandschaft an.
4. Entwicklung bis hin zur Gegenwart

1983 Einmalig wurde ein Nachtvolksskilauf in Zusammenarbeit mit der Badischen Zeitung durchgeführt. Mit dieser Veranstaltung endete die Serie der Volksskiläufe am Schauinsland, die durch die verbesserten Loipenstrukturen immer weniger Zuspruch erfuhren.
Eine Reihe von Unstimmigkeiten innerhalb der Vorstandschaft der vergangenen Jah-re führte bei der Jahreshauptversammlung am 13.11. zu einer neuen Zusammenset-zung der Führungsriege. Der bisherige nordische Sportwart Herbert Schweizer über-nahm die Verantwortung als 1. Vorsitzender in einer heiklen Zeit. Seine bis in die
Gegenwart anhaltende Amtszeit sollte die längste Periode eines 1. Vorsitzenden des Ski-Vereins werden.
Zwei Eckpfeiler der neuen Vorstandschaft: der Nordische Referent Trudpert Rees und sein Alpiner Kollege Gebhard Rees. Ihre Amtszeit sollte genau 10 Jahre dauern.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt bildete die Eintragung des Ski-Verein Schauins-land als eingetragener Verein in das Vereinsregister.
1984 Das Finanzamt Freiburg erkannte die Gemeinnützigkeit des Ski-Vereins an. Von nun an können die Mitglieder und Gönner des Vereins Spenden steuerbegüns-tigt abschreiben.
Die Mitglieder werden fortan wieder über ein Informationsblatt über den Verlauf der Jahreshauptversammlung und über die Terminvorschau für die kommende Saison unterrichtet.
1985 Das erste alpine Skirennen auf Bezirksebene wurde am 24.02. mit einem Schüler-Bezirks-Punkterennen am Haldenköpfle durchgeführt.
Bei der Jahreshauptversammlung am 11.11. wurde Franz Rees als 2. Vorsitzender in die Vorstandschaft gewählt. Als unermüdlicher Motor und Macher bildet er zusam-men mit dem 1. Vorsitzenden ein ideales Führungstandem, von dem der Verein, der Sport und das gesamte Umfeld bis zur Gegenwart profitieren.
1986 Mit der Anschaffung einer elektronischen Zeitmessanlage hielt die moderne Technik Einzug beim Ski-Verein.
Ein weiteres Schüler-Bezirks-Punkterennen wurde am 2. Februar am Rosshang aus-getragen.
Im Rahmen einer Feierstunde im Hotel Hof, umrahmt von der Trachtenkapelle Hofs-grund, wurden die beiden Brüder Patrick und Robert Rees geehrt. Patrick gewann einen Deutschen Meistertitel und Robert wurde Baden-Württembergischer Meister, beides im Langlauf.
1987 Am 10./11. Januar war der Verein erstmals Ausrichter der Alpinen Bezirks-Schülermeisterschaften am Rosshang.
Die Nordischen Schwarzwaldmeisterschaften, 30 km in der freien Technik wurden am 1. Februar wieder einmal vom Ski-Verein Schauinsland durchgeführt. Dass mit Roland Brender als Juniorenmeister einer aus den eigenen Reihen triumphierte, wer-tete diese gelungene Veranstaltung inmitten von Hofsgrund zusätzlich auf.
Die Alpinen Schülermeisterschaften wurden von nun an zusammen mit den alpinen Vereinsmeisterschaften ausgetragen.
Das 60-jährige Ski-Vereins-Jubiläum nahm einen breiten Raum der Vereinsarbeit ein. Es wurde im Rahmen des Bergfestes vom 31.7. – 2.8. ausgiebig gefeiert.
Anlässlich dieses Jubiläums, für das auch eine eigene Festschrift erstellt wurde, konnte den ehemaligen Vereinsvorständen Helmut Flamm und Hans Schmied die Ehrenmitgliedschaft des Ski-Vereins Schauinsland verliehen werden.
Der Skiverband Schwarzwald ehrte den Ehrenvorsitzenden Eugen Schweizer mit der Goldenen Ehrennadel, und den aktiven Kassenwart Franz Sonner für langjährige Verdienste in der Vorstandschaft mit dem Bronzenen Ehrenabzeichen.
Dem einzig noch lebenden Gründungsmitglied Frieda Wissler und deren Sohn Adolf wurden die Ehrenbriefe des Skiverbandes überreicht.
Weitere größere technische Anschaffungen wie PC, Drucker und Funkgeräte deute-ten auf weitere Aktivitäten im Veranstaltungssektor hin.
1988 Am 20.2. fanden auf der Nachtloipe die Nordischen Schwarzwald-Staffelmeisterschaften statt.
Mit neuem Modus wurden die Nordischen Vereinsmeisterschaften durchgeführt: Per Massenstart.
Als Folge der letztjährigen Schülermeisterschaften wurden, nach zweifacher Verle-gung, am 2. April die Alpinen Jugend- und Junioren-Bezirksmeisterschaften bei bes-ten Bedingungen im Gegendrum ausgetragen.
Am 22. Oktober startete der erste Berglauf Oberried – Schauinsland.
Mit dem Kauf von Kippstangen trug man der neuen alpinen Technik Rechnung.
1989 Ein zum wiederholten Male ausgefallener Fackellauf konnte den anschließen-den Skiball am 5. Januar nicht beeinträchtigen.
Erstmals wurden die Alpinen Vereinsmeisterschaften mit denen des SC Münstertal am 27. März, am Ostermontag, an der Holzplatzschneise ausgetragen. Diese ver-einsübergreifende Zusammenarbeit war mit dem Namen Rudolf Stiefvater verbun-den, der in den achtziger Jahren den alpinen Rennsport im Ski-Verein zusammen mit dem Sportwart Gebhard Rees auf den richtigen Weg brachte.
Bei der Jahreshauptversammlung am 11.11. wurde die Neuordnung des Mitglied-schaftswesen im Bereich der beitragsfreien Hofsgrunder Schüler und der damit ver-bundenen Beitragsregelung mit Familien und Kinderjahresbeitrag beschlossen.
Mit der Wahl zum Tourenwart wurde Ludwig Lorenz, ehemals „Alpiner“ und 2. Vorsit-zender, wieder in die Vorstandsarbeit eingebunden, was bis zur heutigen Zeit Be-stand haben sollte.
Ein neues Programmheft tritt an Stelle des bisherigen Informationsblattes. Es soll einen Rückblick über das abgelaufene Vereinsjahr und eine Vorschau auf die sportli-chen und kulturellen Veranstaltungen der kommenden Saison liefern.
1990 Der erste sogenannte Skibus wurde angeschafft. Man investierte ca. 2000 DM in einen älteren VW-Bus, um so für den Trainings- und Wettkampfbetrieb bewegli-cher zu sein.
Am 27. Mai wurde als Ersatz für die ausgefallenen Kinderskifeste der beiden vergan-genen Skisaisonen ein Kinder-Spiel-Fest am Dobelsee ausgetragen.
Mit einer geführten alpinen Bergtour am 28./29. September zum Faulhorn bei Grin-delwald wurde eine Serie von Höhenwanderungen im nahe gelegenen Alpenraum in den kommenden Jahren eingeleitet.
Franz Sonner wurde für 20-jährige Vorstandstätigkeit als Kassenwart im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 16. November geehrt.
1991 Am 9. Februar wurde ein Bezirks-Schülertestrennen am Notschrei ausgerich-tet. Bei dieser Veranstaltung wurde erstmalig mit dem SC Todtnau kooperativ zu-sammengearbeitet, indem man sich die Arbeit und die Gerätschaften für zwei unab-hängig voneinander stattfindenden Skirennen am selben Hang teilte.
Auf den letzten Schneeresten konnte erstmals der Veteranen-Cup am Notschrei vom Ski-Verein ausgetragen werden. Diese überbezirkliche Veranstaltung gilt dem Zu-sammenhalt der ehemaligen Skirennläufer aus dem ganzen Verbandsgebiet und ist seitdem fester Bestandteil des Winterprogramms.
Die Mitgliederzahl ist auf 345 angewachsen.
1992 Der 1. Rudolf-Stiefvater-Gedächtnislauf wurde am 7. März in Verbindung mit dem Veteranen-Cup erstmalig ausgefahren. Mit einer Gedenkveranstaltung wurde dem allzu früh verstorbenen Aktiven und Alpin-Trainer im Rahmen der Siegerehrung im Hotel Hof gedacht.
Zum ersten Mal zeichnete eine Festgemeinschaft zwischen Ski-Verein Schauinsland und der Freiwilligen Feuerwehr Hofsgrund für das Original Bergfest verantwortlich. Der Montagabend mit den „Feldberger Spitzbuebe“ war der absolute Hit in der 20-jährigen Geschichte dieses Sommerfestes.
Der 5. Berglauf Oberried – Schauinsland am 5. September war der vorerst letzte Versuch, sich in der Berglaufszene nachhaltig einen Stammplatz zu sichern. Die Teilnehmerzahlen im Lauf der Jahre schienen zu gering im Verhältnis zum Arbeits-aufwand.
Ein neuer Startnummernsatz mit 200 Startnummern für über 4000 DM musste ange-schafft werden.
Ein alter „neuer“ Skibus hat seinen Dienst aufgenommen.
1993 Die Nordischen Schwarzwald-Schülermeisterschaften am 7. Februar mussten der schlechten Schneelage wegen vom Ski-Verein auf der Fernhöhe an der B 500 durchgeführt werden. Im Nachgang schrieb die Presse, dass der Ski-Verein Schau-insland, der eine nicht für möglich gehaltene Meisterschaft organisierte, mit zu den eigentlichen Gewinnern gehörte.
Die geplante Stilllegung und den etwaigen Abbau des Pochelifts ruft den entschiede-nen Widerspruch des Ski-Vereins hervor. Mit einem engagiert verfassten Brief an Gemeinde-und Ortsverwaltung, sowie an die streitbaren betroffenen Anlieger mischte man sich kräftig in Angelegenheiten ein die die ureigene Interessen des Vereins be-rührten.
Seit der Jahreshauptversammlung am 13.11. verfügt der Ski-Verein über eine Ju-gendordnung. Die hierfür zu ändernde Satzung wurde von den anwesenden Mitglie-dern einstimmig verabschiedet. Erster Jugendleiter wurde Andreas Wiessler, der bis zur Gegenwart dieses Amt bekleidet.
Mit dem Zurückziehen des alpinen Referenten Gebhard Rees endete eine Ära, der er nachweislich seinen Stempel aufdrückte. Ihm folgte das Gespann Alexander Rees und Rainer Buhl. Beide setzten die kontinuierliche Arbeit ihres Vorgängers fort und setzten auch ihre eigenen Akzente bis zur heutigen Zeit.
Einen weiteren Wechsel gab es im nordischen Lager. Trudpert Rees übergab die Verantwortung an seinen Bruder Bernhard, unter dessen Regie sich die nordische Landschaft innerhalb des Vereins entscheidend veränderte.
Mit dem Kauf einer neuen Zeitmessanlage trug man der Tatsache Rechnung, dass die Kassenlage dies momentan erlaubte und man hiermit für lange Zeit ausgesorgt hätte und auch, um bei größeren Veranstaltungen mit den Zeitmeßgeräten anderer Verein kompatibel zu bleiben.
1994 Zwei gemeindeeigene Garagen, Nähe Sport-Rees, stehen dem Ski-Verein ab sofort zur Verfügung. Die eine dient zur Unterbringung des Skibusses, die andere beherbergt das umfangreiche Material für die vielfältigen winterlichen Veranstaltun-gen.
Am 8. Februar wurden die Alpinen Schüler-Bezirksmeisterschaften an einem Tag am Haldenköpfle ausgetragen.
Erstmalig greift die Kooperation „Schule – Verein“: Der Wintersporttag mit der Micha-el-Grundschule Oberried wurde am Rosshang durchgeführt. Diese Veranstaltung wird nun alle zwei Jahre vom Ski-Verein im Wechsel mit dem Skiclub Oberried durchgeführt.
Die erste Jugendversammlung fand am 12. März statt. Hier wurde gleichzeitig die erste Skifreizeit für Schüler und Jugendliche in Savognin, Zentralschweiz, vom 8.-10. April beschlossen.
Bei der Jahreshauptversammlung am 12. November liegt die Mitgliedermarke bei 386.
1995 Die Alpinen Jugend- und Senioren-Bezirksmeisterschaften wurden am 8. Ja-nuar am Rosshang durchgeführt.
Ein alpines Schüler-Bezirkstestrennen Slalom wurde am 22. Januar ebenfalls am Rosshang ausgetragen.
Erstmalig war der Ski-Verein Ausrichter eines Biathlon-Wettbewerbs. Durch den Auf-bau einer jungen Schülermannschaft in dieser neuen Sportart sah man sich verpflich-tet, am 18. Februar mit der Austragung eines ÖVA-Cups an der Biathlon-Anlage am Notschrei auch in diesem Metier Fuß zu fassen.
Der Ablauf des Bergfestes wird erstmals durch äußere Einflüsse, in besonderer Wei-se der Barbetrieb, reglementiert. Man beugte sich des Allgemeinwohls Willen und sicherte damit den Fortbestand des traditionellen Sommerfestes. Die dadurch ent-standenen finanziellen Einbußen sollten sich in den nächsten Jahren fast dramatisch auswirken, was die Weiterführung dieses Festes für den Veranstalter ernsthaft in Frage stellte.
Ein Kontingent von ca. 60 Helfern wird vom Ski-Verein für die Mountainbike-Weltmeisterschaften in Kirchzarten abgestellt.
Eine Institution in der Vorstandschaft des Ski-Vereins, Kassenwart Franz Sonner, tritt bei der Jahreshauptversammlung am 12.11. nach 25-jähriger Tätigkeit von dieser Position zurück. Er bleibt dem Führungsgremium aber weiterhin mit seinen vielfälti-gen Betätigungsfeldern, vor allem rund ums Bergfest, erhalten. Seine Nachfolge tritt Eugen Rees, Stohren, an.
1996 Ein dritter „neuer“ Skibus nimmt seinen Dienst beim Ski-Verein auf.
Die Ausrichtung des zweiten ÖVA-Cups am 27. Januar bereitete große Probleme: Wegen Schneemangels musste man mit der gesamten Helferschar kurzfristig zur Rot-Kreuz-Loipe nach Bernau umziehen.
Der erste Tagesskiausflug ins Berner Oberland unter Federführung des Tourenwe-sens wurde mit der Fa. Winterhalter am 24. Februar durchgeführt. Das ausgesuchte Skigebiet Saanenmöser gilt seither als Geheimtip und wird immer wieder gerne für die zwischenzeitlich etablierten Skiabschlussfahrten angesteuert.
Im Rahmen des Original Bergfestes vom 2. – 4. August feierte die Ortschaft Hofs-grund ihr 700-jähriges Bestehen. Beim Festbankett der 700-Jahrfeier wirkten alle Hofsgrunder Vereine und Gruppierungen in irgendeiner Form mit.
Die Vorbereitungen auf das bislang größte sportliche Ereignis der Vereinsgeschichte, der Bundesskispiele Biathlon im Januar 1997 am Notschrei, liefen auf Hochtouren. Bei der Jahreshauptversammlung am 9. November wurde die Versammlung dement-sprechend eingestimmt. Dem Selbstbewusstsein für diesen Kraftakt überlagerte sich eine knisternd gespannte Erwartungshaltung.
1997 Die Ausrichtung der Bundesskispiele Biathlon am 4. /5. Januar am Notschrei wurde für den Ski-Verein ein voller Erfolg. Die Durchführung des Einzelwettkampfs und des am folgenden Tag stattfindenden Sprints bescherte dem Verein allseitiges Lob von den Sportlern wie den Funktionären. Der Einstieg zu attraktiven überregio-nalen Veranstaltungen war geschafft.
Als Ersatz für das seit langem wieder einmal ausgefallene Kinderskifest wurde am 1. Juni ein Kindersportfest an der Nachtloipe durchgeführt.
Hanni Tritsch, Herbert Schweizer und Ludwig Lorenz wurden im Rahmen der Jah-reshauptversammlung am für langjährige Vorstandstätigkeit vom Skiverband
Schwarzwald mit der Bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet. Die Mitgliederzahl über-stieg mit nun 403 erstmals die 400er-Schallmauer.
Erstmals wird der Bau eines Mehrzweckgebäudes für die ortsansässigen Vereine vor der Mitgliederversammlung erörtert.
Ein weiterer Schüler-Biathlon am Notschrei wurde am 6. Dezember als Nikolaus-Biathlon durchgeführt.
1998 Zur Ausrichtung der Alpinen Schüler-, Jugend- und Seniorenmeisterschaften am 14. März musste der Ski-Verein mangels Schnee an die Holzplatzschneise aus-weichen. Alle Veranstaltungen wurden an einem Tag durchgeführt.
Im Vereinslokal fand am 25. April die Siegerehrung der Schüler-Bezirkscup-Wertung der vergangenen Saison statt.
Das diesjährige Bergfest wurde erstmals ertragsmäßig im Minus bilanziert. Dies löste alsbald Diskussionen um den Fortbestand der traditionsreichen Sommerveranstal-tung aus. Die spontane Spende eines Mitglieds glich die momentane Misere aus und fehlende Alternativen lassen bis zur Gegenwart das Bergfest weiter bestehen.
Der Ski-Verein wird Mitglied im neuen Förderverein „Gemeindehaus Hofsgrund“. Mit dieser Initiative wollen die Hofsgrunder Vereine, Gruppen und Privatpersonen mit Nachdruck die Erstellung eines seit langem vermissten Mehrzweckgebäudes von der Gemeinde einfordern.
Am 17. Oktober war der Ski-Verein Ausrichter eines „Roller-Cross-Sommerbiathlon“ im Schülerbereich.
1999 Die bisher bedeutendste Rennveranstaltung auf dem alpinen Sektor wurde am 9./10. Januar ausgetragen. Erstmalig wurde der Ski-Verein mit der Organisation ei-nes Verbands-Schülerrennens betraut. Das sogenannte SVS-Eröffnungsrennen musste allerdings der schlechten Schneeverhältnisse wegen an die Fahler FIS-Schneise verlegt werden, was für den gesamten Helfertross zusätzliche Belastungen mit sich brachte.
Bei miserabelstem Wetter wurde am 4. Dezember ein weiterer Biathlon-Wettbewerb (Adventure-Cup) am Notschrei durchgeführt.
Der Orkan „Lothar“ fegte über die Weihnachtszeit über den gesamten süddeutschen Raum und wütete auch in unseren heimischen Wäldern. Die Schäden waren unüber-sehbar und brachten für einige Zeit den geregelten Loipenbetrieb zum Erliegen.
2000 Für die Weltcup-Veranstaltung des SC Todtnau am 5. /6. Februar stellte der Ski-Verein eine stattliche Zahl an kompetenten Helfern.
Zum ersten Mal seit geraumer Zeit gab es wieder einen Langlauf im Rahmen des Kinderskifestes. Auch diese Veranstaltung soll nun wieder in das jährliche Winter-programm eingeplant werden.
Am 16. September richtete der Ski-Verein an der Biathlon-Anlage am Notschrei ei-nen Sommer-Cross-Biathlon für Schüler aus.
Am 7. November wurden zusammen mit der FFW Hofsgrund die Modalitäten für ein gemeinsames Jubiläumsfest 2002 festgelegt; der Ski-Verein wird 75 und die Feuer-wehr 50 Jahre alt.
2001 Erneut war der Ski-Verein Ausrichter eines SVS-Eröffnungsrennens, am 6. /7. Januar. Mit den Schneeverhältnissen hatte man noch weniger Glück als zwei Jahre zuvor. Ganz kurzfristig musste man mit einem 30-köpfigen Helfertross nach Ander-matt, Zentralschweiz, umziehen, um die vorgegebenen drei Wertungsrennen ord-nungsgemäß durchführen zu können. Die beeindruckende organisatorische Leistung wurde allgemein gewürdigt.
Auf einer Vorstandssitzung am 4. Juli wurden die Rahmenbedingungen zum High-light der bald 75-jährigen Vereinsgeschichte des Ski-Vereins besprochen: Der Verein hat sich erstmalig um eine Deutsche Meisterschaft beworben; die Deutschen Ju-gend- und Juniorenmeisterschaften im Biathlon sollen vom 21. -24. Februar 2002 an der Biathlonanlage am Notschrei vom Ski-Verein Schauinsland ausgerichtet werden.
Auf der Bezirksversammlung übernahm Herbert Schweizer die Funktion des Be-zirksobmanns. Gudrun Franz (Biathlon) und Franz Rees (Kampfrichterobmann alpin) wurden ebenfalls in das Bezirksgremium gewählt.
Auf der Jahreshauptversammlung am 10.11. übernahm Gudrun Franz zusätzlich das Amt des Nordischen Sportwarts. Sie folgte dem vier Jahre amtierenden Patrick Rees, der in Folge als dritter Sohn der Rees-Familie von „Dreschers“ diese Position inne-hatte.
Die Mitgliederzahl ist auf 412 angewachsen.
2002 Am 30. Januar durchlief Hofsgrund und das Dreisamtal die Nachricht vom grandiosen Erfolg unseres Biathleten Marcel Lorenz bei der Jugendweltmeisterschaft in Südtirol. Gleich bei seinem ersten Start konnte er den Titel des ersten Jugend-weltmeisters in der Geschichte des Biathlonsports erringen.
Diesem größten Erfolg der Vereinsgeschichte Rechnung tragend, fuhr eine Abord-nung des Vereins umgehend nach Ridnaun bei Sterzing, um den jungen Athleten in seinem Restprogramm bei dieser WM zu unterstützen. Ein weiterer WM-Titel machte die Sensation perfekt und bestätigte die tolle Verfassung von Marcel.
Der 13. Februar vereinigt Tragik und Freudentaumel in einem:
1. Die Deutschen Biathlon-Jugendmeisterschaften mussten wegen totalem Schnee-mangel an den DSV zurückgegeben werden. Eine halbjährige, intensive und ziel-strebige Vorbereitung zerrann in der milden Witterung eines Winters, der diesen Na-men nicht verdient.
2. Der Empfang des Ski-Vereins für den frischgebackenen Doppelweltmeister Marcel Lorenz ließ den Tag trotzdem noch zu einem Freudenfest werden. Unter Mitwirkung der Trachtenkapelle, der Jugendabteilung und der Vorstandschaft, unter großer An-teilnahme der Bevölkerung wurde der junge Sportler mit Feuerwerk, Fackeln und Spalier in das Vereinslokal, das Hotel Hof, geleitet. Seine großartigen Erfolge wurden dort von Vertretern des Vereins, der Gemeinde und der Ortschaft ins richtige Licht gesetzt. Marcel und alle die dabei sein durften, erlebten mit diesem Empfang einen historischen Moment: so etwas hatte es in Hofsgrund bisher nicht gegeben.
Eine Stippvisite machte eine Abordnung des Ski-Vereins am 23./24. Februar in Langdorf/Bay. Wald, um sich dem dortigen Verein für die Übernahme der Deutschen Meisterschaften erkenntlich zu zeigen. Man hofft trotz der diesjährigen Misere für den kommenden Winter um den erneuten Zuschlag für eine bundesweite Veranstaltung im Biathlon-Sektor.
Erstmalig richtete der Ski-Verein am 1. März ein Bezirkstestrennen als Flutlichtveran-staltung aus. Dieses Schülerrennen musste der schlechten Schneeverhältnisse we-gen schon zweimal verschoben werden. Die Aktiven waren trotz starken Schneefalls begeistert von diesem Rennen.
2003 Herbert Schweizer gibt nach jahrzehntelanger Vorstandstätigkeit sein Amt des 1.Vorsitzenden an Andreas Wiessler ab. Alex Rees übernimmt das Amt des Kas-senwartes von Eugen Rees, weitere Posten im Vorstand werden neu besetzt. Auch Hanni Tritsch gibt nach 20 Jahren ihr Amt als Schriftführerin ab.
2004 Viele Neuerungen prägten das Jahr 2004. Neben dem neu gewählten 1. Vorsit-zenden, gab es 5 neue Vorstandsmitglieder. Darunter auch Manuel Gutmann (heute 2. Vorsitzender).
Der Ski-Verein hat sich auf Verbandsebene als einer der erfolgreichsten Vereine in Sachen Nachwuchsförderung etabliert.
2005-2012 siehe Rubrik siehe Rubrik „Jahreshefte“
5. Schlussbetrachtung

Der Ski-Verein Schauinsland ist momentan in intakten Strukturen gebettet. Nicht nur die sportlichen Aktivitäten pulsieren, auch die rührige Veranstaltungsmentalität ver-leiht dem Verein eine positive Ausstrahlung.
Man tanzt auf verschiedenen Hochzeiten – sportlich, aktiv wie passiv, kulturell, dem Gemeinwohl verpflichtend. Dies bedeutet einen enormen Aufwand von allen Beteilig-ten. Das sind die Sportler, die Eltern, die Funktionsträger und nicht zuletzt die vielen freiwilligen Helfer. Bei Großveranstaltungen sind das ganze Dorf und das Umfeld je-des einzelnen gefordert. Reibungslose Abläufe verbunden mit Lob und Anerkennung vermitteln nicht nur den Organisatoren Glücksmomente, der ganze Helfertross kann sich „mitschuldig“ fühlen, denn jede Person mit der jeweiligen Aufgabe trägt mit zum Gelingen bei.
Der Sport verzweigt sich auf alpin wie nordisch. Die Strukturen für den sportlichen Betrieb beider Wettkampfarten sind verschieden und daher verlaufen sie zweigleisig. Eine durchdachte Organisation und gegenseitige Rücksichtnahme ist notwendig, um aneinander unbeschadet vorbeizukommen.
Die Durchführung von Veranstaltungen gehört zum wirtschaftlichen Rückgrat des Vereins, sowohl sportlich wie kulturell. Die Haupteinnahmequelle bildete jahrelang das „Original Bergfest“, doch diese Quelle ist nur noch mit einem immensen organi-satorischen Aufwand am Sprudeln zu erhalten. Diesem Umstand entsprechend ge-winnen sportliche Veranstaltungen, hauptsächlich auf höherwertiger Ebene, immer mehr an Bedeutung, wenngleich das Wetterrisiko immer drohend am Terminhorizont steht. Neben der personell umfangreichen Organisation kommt erschwerend die Ab-lauforganisation hinzu, welche sich im Alpinsport ganz anders darstellt wie z.B. im Biathlon. Verschiedene Wettkampfformen in den jeweiligen Disziplinen stellen hohe Anforderungen an die technische Infrastruktur wie an die verantwortlichen Funktionä-re. Die Vorleistungen in Form von Investitionen und Freizeit sind enorm, sind aber unabdingbar um letztlich solche Veranstaltungen gewinnbringend durchzuführen.
Die Anstrengungen aller Aktivitäten der Vereinsarbeit sind nicht Selbstzweck – sie erhalten den Verein langfristig am Leben, geben den sportlich Aktiven und dem Brei-tensport eine Heimstatt und verankern den Verein als Institution in der Dorfgemein-schaft.